Gemeinsam in Bewegung: Wie die Botlek Bike Challenge die Unternehmen einander näher bringt

Gemeinsam in Bewegung: Wie die Botlek Bike Challenge die Unternehmen einander näher bringt

13. November 2025

Ein Fahrrad als Motor für den Wandel. Das mag symbolisch klingen, aber bei RMI im Rotterdamer Hafen wurde genau das in Gang gesetzt. Was als interne Initiative begann, um die Mitarbeiter zu ermutigen, öfter aufs Fahrrad zu steigen, entwickelte sich schnell zu einer kollektiven Bewegung im Botlek. Die Botlek Bike Challenge brachte nicht nur die RMI-Mitarbeiter in Bewegung, sondern auch die Mitarbeiter der umliegenden Unternehmen. Und genau das ist die Stärke des Projekts: Nachhaltiges Verhalten auf spielerische, niedrigschwellige und vor allem gemeinsame Weise zu fördern.

Radfahren als Brücke zwischen Vitalität und Nachhaltigkeit

Beim RMI war das Thema Mobilität schon seit einiger Zeit präsent. " Ich war auf der Suche nach etwas Positivem, das ich herausstellen konnte", erklärt Kasper Bout, Marketing- und Kommunikationsberater bei RMI. "Etwas Wertvolles, mit dem wir zeigen, dass wir Nachhaltigkeit ernst nehmen und mit dem wir gleichzeitig unsere Mitarbeiter einbinden können. So ist die Fahrrad-Challenge entstanden."

Der Ansatz war klar: nicht nur Kilometer machen, sondern Bewusstsein schaffen. Radfahren als Symbol für Vitalität, Verbundenheit und ein bisschen Stolz. Außerdem passte die Herausforderung perfekt zur Nachhaltigkeitspolitik des RMI, in der Vitalität, ein guter Arbeitgeber und soziale Verantwortung immer wichtiger werden.

Tim Klein, Mobilitätsmakler bei Zuid-Holland Bereikbaar (ZHB), sieht darin einen wichtigen Schritt: "Es ist großartig zu sehen, wie Unternehmen in der Botlek Nachhaltigkeit und Zugänglichkeit miteinander verbinden. Mobilität ist hier eine Herausforderung, viele Standorte sind ohne Auto schlecht erreichbar. Aber wenn 59% der RMI-Beschäftigten in einem Umkreis von 15 Kilometern wohnen, gibt es ein großes Potenzial für das Fahrradfahren."

Von der internen Initiative zur gemeinsamen Herausforderung

Was als interne Aktion begann, nahm in diesem Jahr einen viel breiteren Charakter an. RMI beschloss, die Botlek Bike Challenge für andere Unternehmen in der Region zu öffnen. "Zuerst haben wir das nur mit unseren eigenen Leuten gemacht", erklärt Kasper. "Aber jetzt nimmt fast die ganze Straße daran teil. Das ist das Beste daran: dass es nicht mehr nur unsere Sache ist, sondern wirklich eine gemeinsame Bewegung wird."

Gemeinsam mit Zuid-Holland Bereikbaar wurde die Herausforderung erweitert und mit der Reiswijs-App verknüpft, mit der die Teilnehmer Punkte sammeln und Preise gewinnen konnten. " Wir wollen zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht etwas Schweres oder Politisches sein muss", sagt Kasper. "Es kann auch einfach nur Spaß machen. Wenn etwas zum Leben erweckt wird, sind die Leute natürlich begeistert."

Innerhalb von vier Wochen wurden gemeinsam mehr als 5.000 Kilometer geradelt. Ein beeindruckendes Ergebnis für eine Gegend, in der das Auto immer noch die Norm ist. Noch wichtiger als die Zahlen waren die Geschichten. Die Mitarbeiter tauschten ihre Erfahrungen und Fotos aus und stellten fest, dass Radfahren nicht nur gut für die Umwelt ist, sondern auch für sie selbst.

Die Macht der Geschichten

Kasper zufolge lag der Erfolg der Herausforderung genau in dieser persönlichen Note. "Wir wollten nicht nur zählen, wie viele Leute teilgenommen oder wie viele Kilometer sie zurückgelegt haben. Wir haben die Mitarbeiter auch gebeten, ihre Geschichten zu erzählen: warum sie teilgenommen haben, was sie auf dem Weg erlebt haben. Das hat großartige Antworten hervorgebracht."

Diese menschliche Seite trägt dazu bei, Nachhaltigkeit greifbar zu machen. " Verhaltensänderungen sind schwierig", sagt Kasper. "Viele Menschen sehen Nachhaltigkeit immer noch als etwas, das 'von oben' aufgezwungen wird. Wir versuchen, sie ihnen näher zu bringen, indem wir sie mit Lebensfreude, Spaß und Gemeinsamkeiten in Verbindung bringen.

Bei RMI ist das Fahrradfahren Teil eines umfassenderen Vitalitätsprogramms mit einem "Vitalitätswürfel", der die Mitarbeiter dazu anregt, kleine, gesunde Gewohnheiten anzunehmen. " Es scheint etwas Kleines zu sein", sagt Kasper, "aber es bringt die Leute dazu, über ihr Verhalten in einer positiven Weise nachzudenken. Und genau da fängt es an."

"Nächstes Jahr wollen wir die Initiative mit neuen Parteien noch weiter ausbauen.

Gemeinsam stärker: Unternehmen im Botlek als Beispiel

Für Zuid-Holland Bereikbaar ist die Botlek Bike Challenge ein Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen zu einem Strukturwandel führen kann. "Die Initiative von RMI passt perfekt zu unserem Ansatz", erklärt Tim. "Wir unterstützen Unternehmen mit Beratung, Instrumenten und Informationen, um ihr Verhalten zu beeinflussen. Aber am besten ist es, wenn die Unternehmen selbst die Führung übernehmen, so wie hier geschehen."

Dieser Zusammenschluss ist nicht nur für die beteiligten Arbeitnehmer wichtig, sondern auch für die Region. " Durch die Zusammenarbeit schafft man Größe und Sichtbarkeit", sagt Tim, "die Schwelle für andere Unternehmen, sich zu beteiligen, wird niedriger. Und je mehr Parteien sich beteiligen, desto größer sind die Auswirkungen auf die Zugänglichkeit und die Lebensqualität im Hafen."

Das sieht auch das RMI so: "Die Herausforderung ist eigentlich eine Brücke", sagt Kasper. "Ein Weg, Nachhaltigkeit und Mobilität diskutierbar zu machen. Wir haben jetzt ein Fundament gelegt, das wir bis zum nächsten Jahr ausbauen wollen. Dann werden wir es wieder aufnehmen, mit mehr Partnern, mehr Menschen und hoffentlich noch mehr Geschichten."

Blick in die Zukunft: vom Radfahren zur umfassenderen Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit zwischen dem RMI und Zuid-Holland Bereikbaar wird in naher Zukunft fortgesetzt werden. Während es bei der Fahrrad-Challenge vor allem um Bewusstsein und Vitalität ging, wird der Schwerpunkt bald darauf liegen, die Mobilität im Hafen nachhaltiger zu gestalten, vom gemeinsamen Reisen bis hin zum kollektiven Verkehr.

"Die Fahrrad-Challenge zeigt, dass Veränderung aus etwas Einfachem entstehen kann", so Tim abschließend, "wenn Unternehmen sich zu finden wissen und Mitarbeiter erleben, dass sich Nachhaltigkeit auch auszahlt, setzt man etwas in Gang, das viel größer ist als ein paar tausend Kilometer."

Oder wie Kasper es ausdrückt: "Es geht nicht ums Gewinnen, sondern ums Bewegen, buchstäblich und im übertragenen Sinne."